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auszug der rede von gabriele pfauss-schiller am 1.april 2007
Susanne Hendricks erzählt mit ihren Bildern und Objekten von der Kreuzigungsgeschichte. Sie stellt dabei die Passionsblume in den Mittelpunkt ihrer lyrisch malerischen Betrachtungen. Diese faszinierende Blume wächst verschlungen, entfaltet eine filigranen und zugleich kräftigen Strahlenkranz aus zehn Blütenblättern, in dem das Motiv der Dornenkrone durchscheint. Die Magie der Zahlen und anderer Symbole wirkt in ihren Bildern als sanft wirkende, fast schwebende Elementarkraft. Die Passionsblume spielte in der Geschichte der christlichen Religion eine beeindruckende Rolle: die Missionare in Südamerika erklärten den Indianern anhand der Blüte das Leiden Christi. Susanne Hendricks Malerei entsteht aus dem Staunen über die eigenartige Besonderheit dieser Blüte. Ihre Symbolkraft wie auch Strahlkraft beschäftigt sie, ihre Bilder sind davon durchdrungen, was durch die transparente Farbigkeit verstärkt wird: das tiefgründige Schwarz wie auch das innere Leuchten führen auf dem Weg der Transzendenz geradewegs zu dem Licht, welches das Ende der Passion ankündigt. Ihre Malerei ist Spiel - mit den Blütenblättern, mit Dunkel und Licht. Vieles bleibt offen und wird zugleich sorgsam und sensibel eingebettet. Die Objekte auf dem Ständer sind aus Plexiglas und reizen auf ihre Weise zur Erkundung, zum eigenen Gedankenspiel an.
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